Konzept

                           Idee zur Vereinsgründung von Gregory Goc

Es gibt viele Beweggründe, Menschen helfen zu wollen. Ein einfaches Beispiel ist mein persönlicher Lebenslauf hier in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Als ich 22 Jahre alt war, wanderte ich am 18. Januar 1991 nach Deutschland aus, um hier eine bessere schulische Bildung zu genießen. Ich studierte "Allgemeine Erziehungswissenschaften" und erreichte den Abschluß Diplompädagoge. Seit Mai 2001 bin ich Angestellter des Sozialreferates der Landeshauptstadt München. Ich heiratete und habe vier Kinder.

 

Während all dieser Jahre blieb mein Kindheitstraum, meinem Heimatland Südsudan zu helfen, lebendig. Arbeit, Familie und meine finanzielle Situation, aber auch der andauernde Bürgerkrieg hinderten mich jedoch anfänglich daran.

Seit dem Friedensabkommen vom 09.01.2005 kehren viele Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurück. Darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche, die während des Krieges ihre Eltern und Verwandten verloren haben und nun auf sich allein gestellt sind. Um diesen Kindern eine Zukunftsperspektive zu geben, sind eine schulische und berufliche Förderung sowie ausreichend sauberes Trinkwasser vor Ort Grundvoraussetzungen.

 

Die Bildungssituation im Südsudan ist sehr schlecht. Meist findet der Unterricht im Freien oder in improvisierten Hütten statt. Die wenigen Klassenzimmer sind überfüllt. Es fehlt an Bänken und Tischen, in fast der Hälfte aller Schulen gibt es keine Schulbücher. Viele Familien haben kein Geld, um ihre Kinder in die Schule zu schicken. Häufig gelten auch die weiten Schulwege für Kinder als zu gefährlich. Bis jetzt konnten wir zwei Schulen mit Schulmöbeln und Schreibmaterialien ausstatten. Unser Plan ist, neben der Ausstattung der Schulen, Lehrkräfte auszubilden.

 

Bisher mussten die Frauen und Kinder aus den Dörfern bis zu 4km zu Fuß zurücklegen um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Mit den Brunnen die wir bereits gebaut haben, konnten wir sauberes Wasser bisher für zwei Dörfer bereitstellen. Unser Plan ist, noch drei angrenzende Dörfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. 

 

Um meiner Heimat zu helfen, habe ich daher zusammen mit anderen engagierten Menschen 2005 den Verein "Sudan Face e.V." ins Leben gerufen.

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© Sudan Face e.V.